Der Legierungszuschlag (LZ) ist in der Beschaffung oft ein Reizthema, dabei ist er rein mathematisch und hochgradig logisch. Rostfreier Edelstahl erhält seine spezifischen Eigenschaften (wie Korrosionsbeständigkeit oder Zugfestigkeit) durch beigemischte Legierungselemente.
Die Formel ist transparent: In die Berechnung des Legierungszuschlags fließen tages- und monatsaktuelle Börsenkurse (z.B. von der LME – London Metal Exchange) für Metalle wie Nickel, Chrom, Molybdän oder Titan ein.
Der LZ ist daher kein versteckter Aufpreis des Händlers, sondern ein flexibler, marktabhängiger Kostenfaktor, der die Volatilität der globalen Rohstoffmärkte abbildet. Wer diese Struktur versteht, macht den LZ vom Risiko zum kalkulierbaren Baustein.